Jedes Jahr - besonders um die Weihnachtszeit ­čÄä- erinnern uns Tierschutzorganisationen daran, dass Tiere nicht verschenkt werden sollten, denn allzu oft werden Tiere, die verschenkt werden, nach den Feiertagen ausgesetzt oder landen in Tierheimen.

­čôúInformiert eure Familie, Freundes- und Bekanntenkreis­čĹç

(im Anhang findet ihr diese Tipps als pdf zum Ausdrucken und Verteilen oder weiter schicken)

Tierische Gef├Ąhrten k├Ânnen als "Geschenke" in einem tieferen Sinne verstanden werden. Sie verm├Âgen, das Leben zu bereichern und viel Freude zu bereiten. Auch wenn das Leben mit einem Tier eine Gabe sein kann, so darf ein Hund, eine Katze, ein Meerschweinchen nicht un├╝berlegt als Geschenk ├╝berreicht werden. Das gilt erst recht bei Menschen, die sich der Tragweite einer Tierhaltung und der damit eingehenden Verantwortung nicht bewusst sind. Dazu z├Ąhlen insbesondere Kinder. Kinder verm├Âgen sich zwar emotional sehr an das Tier zu binden, aber sie sind in der Regel nicht in der Lage, vollst├Ąndig die Verantwortung f├╝r das Wohlergehen und die Pflege eines Tieres zu ├╝bernehmen. ┬á

Ein Tier ist kein lebloser Gegenstand, sondern ein lebendes, f├╝hlendes Gesch├Âpf mit seinen artspezifischen Bed├╝rfnissen. Je nach Spezies geht der:die frischgebackene Tierhalter:in eine jahrelange Verpflichtung ein, diesem Bedarf nachzukommen.┬á Bei Hunden kann dies bis zu 12 Jahren und bei einer Katze bis zu 20 Jahren sein. Diese Verpflichtung schlie├čt ein:

  • eine ausgewogene und artgem├Ą├če Ern├ĄhrungÔťů
  • ein angepasstes Ma├č an Besch├Ąftigung und BewegungÔťů
  • regelm├Ą├čige TierarztbesucheÔťů
  • eine lebenslange finanzielle VerpflichtungÔťů
  • das Akzeptieren, dass es Auswirkungen auf den eigenen Lebensstil hatÔťů┬á

Wenn du dar├╝ber nachdenken solltest, jemandem ein Tier zu schenken, solltest du abw├Ągen, ob dies dem Tier selbst n├╝tzen w├╝rde und ob die betreffende Person die Verantwortung f├╝r ein Haustier ├╝bernehmen kann und will. Versuch, die Situation aus der Sicht des Tieres zu betrachten.┬á Stell dir vor, dass du das Tier bist, das jemandem gegeben wird - dann stelle dir die folgenden Fragen:┬á ┬á

  • Passt diese Person gut zu mir? ┬á
  • Gibt es im Leben dieser Person Platz f├╝r mich? ┬á
  • Ist diese Person alt genug, um sich um mich zu k├╝mmern?┬á ┬á
  • Versteht diese Person alle meine Bed├╝rfnisse und kann sie sie erf├╝llen?┬á ┬á
  • Verf├╝gt diese Person ├╝ber die finanziellen Mittel, um sich um mich zu k├╝mmern?┬á ┬á
  • Hat diese Person genug Zeit f├╝r mich?┬á ┬á
  • Wie lange wird das Interesse dieser Person an mir anhalten?

Nur wenn man sich diese Fragen genau ├╝berlegt, kann man verhindern, dass aus einem gut gemeinten Geschenk ein weiteres ungewolltes Haustier wird. Wenn etwas schief geht, k├Ânnte sich der:die Tierbesitzer:in ├╝berfordert f├╝hlen, und im schlimmsten Fall k├Ânnte das Tier sogar unter Vernachl├Ąssigung oder Aussetzung leiden.

ÔÇ╝´ŞĆVerschenke kein Tier, wenn du nicht sehr sicher bist, dass es ein Leben lang gewollt und gut versorgt wird. Wenn du ein Tier verschenkst, vertrauest du ihm ein Leben an - und mit diesem Leben kommt eine gro├če Verantwortung.ÔÇ╝´ŞĆ

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